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Heinz Rühmann
(Heinrich Wilhelm Rühmann)

* 07.03.1902 in Essen

+ 03.10.1994 in Aufkirchen/ Berg (Bayern)

Heinz Rühmann

1902 wird der Hoteliersohn Heinrich Wilhelm Rühmann in Essen geboren. Während der zwanziger Jahre steht er in Breslau, Hannover, Bremen, München und Berlin auf der Bühne. Mit der erfolgreichen Tonfilm-Operette "Die Drei von der Tankstelle" (Wilhelm Thiele) beginnt 1930 sein Aufstieg zu einem der meistbeschäftigten und beliebtesten Komödianten des deutschen Films. Neben Hans Moser und Theo Lingen bildet Rühmann das Komikertrio des frühen deutschen Tonfilms. Als Pennäler Pfeiffer mit drei "f" in "Die Feuerzangenbowle" (Helmut Weiß, 1944), als "Quax, der Bruchpilot" (Kurt Hoffmann, 1941) und in "Charley´s Tante" (Hans Quast, 1955) wird Rühmann mit dem Typus des schlitzohrigen, lausbübischen kleinen Mannes verbunden und gewinnt die Lacher und Herzen des Publikums.

Daneben brilliert Rühmann als zurückhaltendes Pendant zum draufgängerischen Hans Albers mit dessen Hoppla- jetzt- komm'- ich- Attitüde in "Bomben auf Monte Carlo" (Hanns Schwarz, 1931). Seiner Rolle als Komödiant, der pfiffig und frech seinen Weg geht, bleibt er jedoch treu: 1956 spielt er den Hauptmann von Köpenick, 1960 den gar nicht so braven Soldaten Schweijk. Im Alter wendet sich Rühmann resignativen Rollen zu und verkörpert die Kehrseite seiner bis dahin gespielten Charaktere mit Rollen wie die des erfolglosen und verbitterten Vertreters Willy Lohman in "Tod eines Handlungsreisenden" (Gerhard Klingenberg, 1968).

Als Hommage an Heinz Rühmann dreht Wim Wenders mit Rühmann dessen letzten Kinofilm: "In weiter Ferne, so nah" (1992/93). Aufgrund biographischer Parallelen zwischen der Rolle des Chauffeurs Konrad und Rühmann bildet Wenders Film eine filmische Lebensbilanz Rühmanns. Im Oktober 1994 stirbt Heinz Rühmann in seinem Haus am Starnberger See.

Texte: Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

 
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Letzte Aktualisierung am 18.03.06
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