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Lilli Palmer
(Lilli Marie Peiser)

* 24.05.1914 in Posen

+ 27.01.1986 in Westwood, Kalifornien

Lilli Palmer

Als Tochter eines jüdischen Arztes wird Lilli Marie Peiser am 24. Mai 1914 in Posen geboren. 1933 emigriert die in Berlin aufgewachsene junge Schauspielerin und Schülerin von Lucie Höflich zusammen mit ihrer Schwester nach Paris. Bereits ein Jahr später zieht sie nach London und nimmt die britische Staatsbürgerschaft an. Großbritannien bildet den Ausgangspunkt ihrer Schauspielkarriere:

Im Jahre 1936 erhält sie eine Nebenrolle in Hitchcocks Spionage-Komödie "The Secret Agent", mit "The Great Barrier" (1936/37) beginnt ihr Aufstieg zum britischen Star. Gemeinsam mit ihrem ersten Mann, Rex Harrison, geht Lilli Palmer 1945 in die USA, wo sie als Shaws Cleopatra am Broadway Erfolge feiert. Robert Rossens Film "Body and Soul" (Jagd nach Millionen, 1947) führt sie nach Hollywood. Für den Film "The Fourposter" (Irving Reis, 1952) wird Lilli Palmer bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet. 

Nach der Trennung von ihrem Ehemann folgt Lilli Palmer dem Ruf Erik Charells und kehrt nach Deutschland zurück. Noch im selben Jahr brilliert sie in ihrer ersten deutschen Filmrolle als Zirkusdirektorin in Kurt Hoffmanns "Feuerwerk" (1953/54). Sowohl für die Rolle als Ehefrau von Curd Jürgens in "Teufel in Seide" (Rolf Hansen, 1955) als auch die Titelrolle in Falk Harnacks "Anastasia, die letzte Zarentochter" (1956) erhält sie den Bundesfilmpreis.

Anfang der sechziger Jahre beginnt Lilli Palmers zweite internationale Karriere. Sie wird für englische, französische, italienische und amerikanische Produktionen engagiert. In San Sebastian wird sie 1965 für "Operation Crossbow" (Michael Anderson, 1964) ausgezeichnet. 1974/75 verkörpert sie die Titelrolle in Egon Günthers "Lotte in Weimar", einer Thomas-Mann-Verfilmung der DEFA. 1974 erscheint ihr erstes autobiographisches Buch: "Dicke Lotte - gutes Kind". Die Fortsetzung "Der rote Rabe" folgt 1977. Mit ihrem ersten Roman 1979 avanciert sie zu einer angesehenen Schriftstellerin. Parallel gewinnt sie als Malerin Ansehen. Ihre Werke werden 1978 in Köln ausgestellt.

Im Jahre 1978 wird die zwischen Leidenschaft und Kühle nuanciert spielende Darstellerin Lilli Palmer für ihr langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Lilli Palmer stirbt am 27. Januar 1986 an Krebs in ihrem Haus in Westwood, Kalifornien.

Texte: Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

 
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Letzte Aktualisierung am 18.03.06
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